::::::::: Weitere Kampfsportarten
PANKRATION:
Der älteste bekannte Kampfsport wurde im antiken Griechenland ausgeübt und wird schon 648 v. Chr. erwähnt. Nahezu alles erlaubt, war es dem modernen Mixed Martial Arts sehr ähnlich. Interessant ist, dass in Europa ein sportlicher Wettbewerb bis zum Tod des Verlierers gehen konnte, während in Asien schon in alter Zeit, "Fair play und Menschlichkeit" eine große Rolle bei Kampfturnieren spielte.
Manche sehen Pankration als die Urform jeglichen Kampfsports bzw. aller Kampfkünste an, was sehr unwahrscheinlich ist.
Vor erst nicht allzu langer Zeit wurde der klassische Kampfsport wiederbelebt, nachdem er für viele Jahre nur Historikern bekannt war.
BRASILIANISCHES JIU JITSU:
Obwohl dieser Kampfsport rein optisch eher dem Ringen gleicht, ist es eine hocheffektive Weiterentwicklung des Judo bzw. Jiu Jitsu. Die Kämpfe spielen sich hauptsächlich am Boden ab und die Kontrahenten müssen den Gegner mit raffinierten Hebeln fixieren und zum Aufgeben zwingen. Natürlich ist das Gewicht im Kampf immer von Bedeutung, aber in dieser Sportart hat ein schwächerer Gegner tatsächlich gute Chancen einen Bewerb für sich zu entscheiden.

Obwohl sich zuletzt die brasilianische Kampfart mehr zum Tanz entwickelt hat als zu einem Kampfsport, ist es durchaus interessant und lohnend diese Formen zu erlernen. Der sambaähnliche Rythmus in Zusammenhang mit Kampf ist zumindest einzigartig und hat auch sehr ästhetische Momente. Hände und Arme werden auch in der afrikanisch-asiatischen Urform meist nur unterstützend verwendet, hauptsächlich werden die unteren Extremitäten eingesetzt, die durch schnelle Drehungen Feger und Hebel bewirken. Dieser Kampftanz hat in Brasilien auch eine wichtige soziale Funktion.
AIKIDO:
Eine faszinierende Kampftechnik ist das japanische Aikido. Es gehört zu den sogenannten weichen Formen der Kampfkünste, was bedeutet, dass nahezu ausschließlich passiv d.h. ohne Angriff gekämpft wird, womit die eigentliche Charaktäre der Verteidigung zu Tage tritt.
Hier ist auch vielmehr von Kampfkunst zu sprechen als von Kampfsport. Höchste Aufmerksamkeit und feinste Bewegungsabläufe sind für Aikido notwendig um nach jahrelangem Training eine gewisse Meisterhaftigkeit zu erreichen.
Die spielerisch kreisenden Formen erinnern ein wenig an den japanischen Schwertkampf und sind ein exzellentes Beispiel des japanischen "Do".
Nur höchste Disziplin an Körper und Geist bringen etwas fließend Leichtes hervor. Aikido ist auch pädagogisch höchst wertvoll.