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Pakua der Kreis des Kämpfers by A&H Schimetschek
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Kickboxen News von SCOUTy.de

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Der nachfolgende Artikel ist ein Teil- auszug einer Publikation und wurde vom Autor frei zur Verfügung gestellt.


Kampfkunst und
Selbstverteidigung zur Gesetzesvollstreckung
(Law Enforcement)

Immer wieder gibt es die Frage ob "einfache" Polizisten, also keine Angehörigen einer Spezial- oder Sondereinheit eine Kampfkunst beherrschen sollten, und welche die Beste sei.
Heute kann weltweit keine Polizei mehr ohne Kampfkunst, im weitesten Sinne, auskommen. Allerdings mit Judo oder Jiu-Jitsu ist es heute nicht mehr getan. Für den Polizeibeamten, ist nicht alleine die Selbstverteidigung wichtig oder die Fixierung eines möglichen Täters, vielmehr ist Empathie und Fingerspitzengefühl gefragt. Gerade weil der Polizist zu einer rechtlich korrekten und humanen Handlung gegenüber einem vermeintlichen oder tat- sächlichen Täter verpflichtet ist, muss der Beamte psychologisch bestens geschult sein, um nicht selbst zum Täter zu werden. Gar nicht so selten, finden sich Polizisten in einer lebensbe- drohlichen Gefahr wieder, die aus einem harmlosen Geplänkel ent- standen ist.  Meistens müsste es gar nicht so weit kommen! Denn der gut geschulte Exekutivbeamte deeskaliert die Situation oder leitet einen Zwangseingriff ein, bevor der Kontrahent Gewalt anwenden kann.
Von Behörden hört man entweder, dass der Polizist zwar bestens geschult sei aber eine persönliche Fehlleistung begangen hat, oder dass von der Politik Geldmittel gekürzt wurden.
Polizisten arbeiten heute nicht nur in Deutschland in einer extrem prekären Situation, dass man sich wundern müsste, wenn sich ein junger Mensch für diese Laufbahn entscheidet.
Jetzt zum eigentlichen Thema, der Kampfkunst.
Alle klassischen oder modernen Kampfkunstarten haben für den Fall eines Zwangsvollzugs nicht zu vernachlässigende Nachteile. So brauchen beispielsweise viele Techniken einigermaßen Platz, der nicht immer vorhanden ist. Andere wieder sind zu passiv, was psychologisch ungünstig erscheint. Auch am Boden kullern, wie beim sonst sehr effektiven Brasili- anischen Jiu-Jitsu, ist zwar oft nicht vermeidbar, jedoch für den Exekutivbeamten eine unge- eignete und gefährliche Position. Ebenso sind einige Kampfkünste besonders sensitiv was Größe und Gewicht der Kontrahenten betrifft. Aikido wiederum hat viele Fall-, Abroll- und Drehmuster, die in einem Dojo toll wirken mögen auf der Straße aber ungünstig sind oder im Hausflur gar unmöglich. Thai-, Kick- und westliches Boxen kann den Gegner ernsthaft verletzen oder zumindest kräftige Spuren hinterlassen, die dem Beamten eine interne Unter- suchung kosten können. Auch kritische Stürze des Gegners sind kaum zu vermeiden. Selbst, könnte der Polizist seine Leithand für einige Minuten unbenutzbar machen. Immer dringender werden Entwaffnungstechniken, da der Polizist selbst, nur in äußersten Notfällen von seiner Waffe Gebrauch machen darf.
Arten wie Karate, Tae-Kwon-Do oder klassisches Shaolin, empfinde ich als die falsche Wahl für einen Polizeieinsatz.
Wie wir sehen, braucht es unbedingt eine moderne, an solche Situationen angepasste Technik. Besonders wichtig erachte ich, dass beim Coaching, in diesem Fall Sportkomponenten total entfallen sollten und der Real case trainiert werden muss. Genauso ist der Zeitdruck eines Polizisten zu berücksichtigen, denn der muss so schnell als möglich einsatzfähig sein und kann nicht in jahrelangem Training verharren.
Welche Kampftechnik am Ende auch entstehen wird, das gute alte Jiu-Jitsu wird heute noch eine wichtige Basis bilden. Es enthält die für einen Polizisten wichtigen Gelenkshebel (Joint locks), "Mitgeh-Griffe" und diverse Würfe. Auf diese Technik alleine aller- dings, darf man sich nicht mehr verlassen. Ebenso braucht es einige Hebel und Fixier- ungsmethoden des Brasili- anischen Jiu-Jitsu, falls sich der Bodenkampf nicht vermeiden lässt. Und, meiner eigenen Meinung nach, sind einige ausgewählte Praktiken des Wing Chun besonders geeignet.
Einige wenige Police officer in Amerika und Asien mit wirklicher Kampferfahrung aus dem Berufs- leben, unterrichten diverse gut angepasste Mischformen. In Kon- tinentaleuropa gibt es in dieser Hinsicht kaum Interessantes zu vermelden.
Immer wieder sind auch Nahkampftechniken im Gespräch, welche aber vollkommen unge- eignet sind, da sie das Ausschalten eines Gegners zum Ziel haben, was heißt, dass der Tod eines Menschen in Kauf genommen wird. Ebenso ist das Training von Spezialeinheiten die falsche Wahl. Dort wird haupt- sächlich die Handhabung mit Waffen geübt und der Kampf im Team, wo der normale Polizist vielmehr auf sich gestellt und faktisch "unbewaffnet" ist.
Somit wird der kleine Polizist weiterhin mit dem Einmal-in-der-Woche-Judo auskommen müssen und dem Instantkurs Psychologie für Polizisten.

Hans-Jürgen P., Polizeioffizier i.R. (Düsseldorf/Deutschland)
Black Belt Wing Chun
Black Belt Tae-Kwon-Do
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Die etwas andere Musik
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Weitere Kampfsportarten

Pankration: Der älteste Kampfsport der Welt

Pankration by A&H Schimetschek
Der  älteste  bekannte  und schriftlich belegte Kampf- sport wurde im antiken Griechenland als beliebte und wichtige olympische Disziplin ausgeübt und be- reits 648 vor Christus als Pankration, der Allkampf, erwähnt. Nahezu alles erlaubt, war es dem mo- dernen Mixed Martial Arts sehr ähnlich. Es gab zwar Regeln, die aber waren auf das Minimalste reduziert um den Kampffluss nicht zu stören. Viele der Kämpfe endeten tödlich für einen der Kontrahenten, was aber nicht unbedingt bedeutete, dass dieser verloren hatte.
Manche sehen Pankration als die Urform jeglichen Kampfsports bzw. aller Kampfkünste an, was sehr unwahrscheinlich ist. Vielmehr ist Pankration die Wurzel der  europäischen Kampfkünste und somit die Urform von Sport überhaupt.  Vor erst nicht allzu langer Zeit wurde der klassische Kampfsport wiederbelebt, nachdem er für viele Jahre nur Historikern bekannt war.
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Capoeira: Der Kampfsport mit Rhythmus

Capoeira by A&H Schimetschek
Obwohl zuletzt diese einzigartige bra- silianische Kampfart, Capoeira, sich mehr zum Tanz entwickelt hat, als zu einem Kampf- sport, ist es durchaus interessant und lohnend diese Formen zu erlernen. Der sambaähnliche Rhythmus in Zusammenhang mit Kampf ist zumindest einzigartig und hat auch sehr ästhetische Momente. Capoeira hat gewisse Ähnlichkeiten mit Brakedance und könnte diesem als Vorbild gedient haben. Hände und Arme werden auch in der afrikanisch-asiatischen Urform meist nur unterstützend verwendet, hauptsächlich werden die unteren Extremitäten eingesetzt, die durch schnelle Drehungen Feger und Hebel bewirken. Angeblich wurde Capoeira aus afrikanischen Kriegstänzen und asiatischen Kampfkünsten von schwarzen Sklaven entwickelt. Dieser Kampftanz hat in Brasilien auch eine wichtige soziale Funktion.
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Aikido: Die ästhetische Kampftechnik

Aikido by A&H Schimetschek
Eine  besondere  und  faszi- nierende Kampftechnik ist das japanische Aikido. Es gehört zu den so genann- ten weichen bzw. inneren Formen der Kampfkünste, was bedeutet, dass so gut wie immer passiv d.h. ohne Angriff gekämpft wird, womit die eigentliche Charaktere der Verteidigung zu Tage tritt. Hier ist auch vielmehr von einer Kampfkunst zu sprechen als von Kampfsport. Höchste Aufmerksamkeit und feinste Bewegungsabläufe sind für Aikido notwendig um nach jahrelangem Training eine gewisse Meisterhaftigkeit zu erreichen.
An den japanischen Schwertkampf erinnern die spielerisch kreisenden Formen und sind ein exzellentes Beispiel des japanischen "Do". Nur höchste Disziplin an Körper und Geist bringen etwas fließend Leichtes hervor. Aikido ist auch pädagogisch höchst wertvoll.

 www.bambusregen.blogspot.com
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Brasilianisches Jiu Jitsu: Wirksame Verteidigung

Brasilianisches Jiu-Jitsu by A&H Schimetschek
Rein optisch gleicht  der hochentwickelte brasilianische Stil des klassischen Judo bzw. des  Jiu Jitsu eher dem Ringen. Die Kämpfe spielen sich hauptsächlich am Boden ab und die Kontrahenten müssen den Gegner mit raffinierten Hebeln fixieren und zum Aufgeben zwingen. Natürlich ist das im Kampf verfügbare Körpergewicht immer von Bedeutung, aber in dieser Sportart hat ein schwächerer Gegner tatsächlich gute Chancen einen Bewerb für sich zu entscheiden. Des Öfteren hört man, dass zur Selbstverteidigung dieser Kampfsport einer der Wirksamsten sei.
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Tai Chi Chuan: Der Träger des Himmelgewölbes

Tai Chi Chuan by A&H Schimetschek
Eine von der Konzeption her,  sehr alte, d.h. nahezu unveränderte Form der Kampfkunst. Es gehört zu den weichen bzw. inneren Stilen und ist vielleicht sogar die Urform dieses Kampfstils. T'ai-Chi-Ch'uan kurz Tai chi, Taijiquan, nach neuer Schreibweise Tai Qi Quan wurde berühmt durch die massenhaft übenden Chinesen in den Parks des kommunistischen Regimes. In den 50ern des vorigen Jahrhunderts gab es Säuberungen der chinesischen Traditionen durch die Politik, wobei auch Tai Chi "modernisiert" und als Gymnastik zur Volksgesundheit deklariert wurde. Obwohl dieser moderne Peking-Stil der 24 Figuren/Bilder, Hervorragendes für das Wohlbefinden tun kann, ist er doch nur ein minimales Abbild von der Vielfalt des Tai Chi. Glücklicherweise konnten sich heute im Westen und in China wieder traditionelle, wie auch weiterentwickelte Formen etablieren.
Dem Taoismus verhaftet, war Tai Chi schon immer eine mystische Ausdrucksform dieser sehr ursprünglichen Philosophie. Um jede neue Schrittfolge machte man ein Geheimnis und zelebrierte förmlich diese Kampfkunst innerhalb der Kämpfer-Clans. Ausgehend von der Bewegungsform der Fünf Tiere, entwickelten sich unzählige Variationen und Schulen. Es gibt zyklische, spiralartige, lineare und gemischte Formen. Ebenso verschieden sind die Tempi der Bewegungen, wie auch die Verwendung diverser Waffen. Ob bei Übungs- oder Kampfformen, es steht immer ein friedfertiger, meditativer Aspekt im Vordergrund. Die Aggression des Angreifers sollte wenn möglich ins Leere laufen; Faustschläge und Tritte dürften nur in letzter Konsequenz angewendet werden. Als Mittler zwischen Himmel und Erde, nutzt der Kämpfer Tai Chi Chuan als Firstbalken, der das Himmelsgewölbe trägt.
Mit dem Boxeraufstand gegen die Einverleibung Chinas durch ausländische Mächte, hörten die meisten Menschen im Westen zum ersten Mal von Tai Chi oder Kampfkunst überhaupt. Chinesische Auswanderer brachten ver- schiedenste Kampfkünste nach Amerika, wobei Tai Chi als Schattenboxen bekannt wurde. Auch in der neuen Heimat operierten die Kämpfer gerne im Verborgenen bis schließlich nach dem Ersten Weltkrieg, einige wenige Amerikaner diese Techniken lernen konnten, die bald daraus Kampfsport entwickelten.
Heute gehört Tai Chi Chuan zu den am häufigsten angewandten Kampf- künsten. Es gibt keine andere Kampfkunsttechnik, die ohne Reglementierung durch eine internationale Organisation, so weit verbreitet ist. Ein Grund dafür mag auch sein, dass Tai Chi hauptsächlich als Gesundheitsgymnastik an- gesehen wird. Tatsächlich geht Tai Chi Chuan weit über das Kämpfen bzw. die Selbstverteidigung hinaus und transportiert auch heute noch die moralische Entwicklung der Persönlichkeit. Diese zutiefst ethische Verinnerlichung nutzt die Bewegungsformen als Katalysator zum Austausch von irdischen und kosmischen Energien.
Ursprünglich war dies jeder Kampfkunst inhärent, trat allerdings durch den Kampfsport in den Hintergrund.

www.itcca.at
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Wing Tsun: Kraftvolles Vermächtnis einer Frau

Wing Tsun by A&H Schimetschek
In verschiedensten Schreibweisen wie Ving Tsun, Wing Tsun oder Wyng Tjun stellt sich ein Kampfsport dar, der hauptsächlich durch  Bruce Lee in Europa bekannt wurde. Die südchinesische Form des Shaolin-Kung Fu, wurde speziell für Frauen und schwächere Per- sonen entwickelt, um diesen die Möglichkeit des Selbstschutzes zu geben. Es werden Prinzipien der weichen Formen, in einer harten Wirkungsmaximierung vorangetrieben, die vielmehr Konzentration und Geschicklichkeit erfordert, als reine Muskelkraft.
Eine der mythischen Begründer war eine Frau, die Nonne Ng Mui. Da der Überlieferung nach, die großen Meister sich meist bedeckt hielten, ein Doppelleben führten und gegenüber den Schülern "allmächtig" waren, gibt es auch heute westliche Wing Tsun Gruppierungen, die in Clan- oder Sektenähnlichen Vereinigungen operieren. In alten Zeiten waren viele Wing Tsun Kämpfer Mitglieder von chinesischen Operntruppen und nutzten dies als offizielle "Berufsbezeichnung". Viele der Prinzipien und auch die geheimnisvolle Darstellung nach außen, gleichen dem Tai Chi Chuan, der Urform des "weichen Kämpfens" und somit kann Wing Tsun als eine Mischform von harten und weichen Kampfstilen betrachtet werden.
Verglichen mit anderen Kampfsportarten, ist  Wing Tsun in Österreich noch sehr unbekannt.
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Shaolin-Kung Fu: Urvater der harten Fäuste

Shaolin - Kung Fu by A&H Schimetschek
Es ist unmöglich eine Chronologie, der asi- atischen Kampfkünste zu erstellen, da jede Schule sich auf einen Urvater aus mythologischer Zeit beruft. Ob die Kampfkunst ursprünglich aus Indien stammt oder eben nur das eigentliche Kung Fu, oder ob Kampfkünste ein weltweites Phänomen sind, wird ewig ungeklärt bleiben. Auffällig ist jedoch, dass die asiatischen Arten meistens verwandt erscheinen. Ebenso sticht hervor, dass "malaiische" Länder wie Thailand, Indonesien, Philippinen aber auch Indien eine - gegenüber den Chinesen - durchaus unterschiedliche Kampfart entwickelt haben oder zumindest "freier" in ihrer Konzeption sind. In jedem Fall ist das Shaolin-Kung Fu die bekannteste Kampfkunstart. Sie war und ist Vorbild für unzählige andere Schulen. Der Mythologie nach, kam der buddhistische Mönch Bodhidharma aus Indien und wollte im Shaolin Kloster, das von einem Inder gegründet wurde, Erleuchtung finden. Dort starrte er jahrelang auf eine leere Wand, bis ihm klar wurde, dass der Mensch wohl oder übel aus Fleisch und Blut bestand und somit der Körper nicht ignoriert werden durfte. Er ersann Körperübungen, die Kraft und Energie geben sollten um so Nahrung für das Erreichen der Erleuchtung zu erlangen. Im wirklichen Dasein erkannte er, dass es durchaus angebracht war sich verteidigen zu können, denn  Klöster schienen immer ein Hort von Reichtum zu sein. Nachdem schon früh Wettkämpfe ausgetragen wurden, könnte man auch zur damaligen Zeit von Kampfsport sprechen.
Schriftlich belegt ist, dass Anfang 700 n. Chr., einige Shaolinmönche für die Tang Dynastie Kriegshilfe leisten mussten. Aus dieser Situation entwickelten sich die berüchtigten Kampfmönche. Erst sechzehnhundert wird schriftlich auf die spezielle Kampftechnik der Shaolins eingegangen. Als erster Kampf- oder Trainingsstil wurde die Form der Fünf Tiere genannt, was auf die Gesund- heitslehre der Fünf Elemente deutet, welche jedoch eher taoistischen Ursprungs war.
Bodhidharma hinterließ nach seinem Tod das System der 18 Figuren, das erst nach zwölfhundert weiterentwickelt wurde. Parallel dazu entstanden verschiedenste Kampfarten in ganz China, von denen einige ins Kung Fu integriert wurden. Daraus kristallisierten sich die 170 oder 181 klassischen Formen heraus. Auch Akupunktur fand seinen Weg zu Kung Fu, in dem man die lähmenden oder tödlichen Nervenpunkte einbezog.
Auch entstand im Süden Chinas ein so genanntes südliches Kung Fu, das von manchen Kampfsport-Spezialisten als das eigentliche Ur-Kung Fu angesehen wird. Das unter Wing Tsun bekannte System hat sich daraus entwickelt.
Heute gibt es an die 300 verschiedene Kung Fu Stile.

www.kampfkunst-blog.de/
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Wushu: Die Mutter aller Kampfkünste

Wushu by A&H Schimetschek
Wushu auch Guoshu, ist Oberbegriff für alle chinesi- schen und artverwandten Kampfkunstarten. Ursprünglich wurde damit die "Kriegskunst" besser Kriegstechnik als solche bezeichnet. Den Nahkampf selbst, was Kampfkunst schließlich ist, nannte man anfänglich auch Qanfa, was später unter Kung Fu die Welt eroberte. Zu Beginn waren die Kampfkünste stark von Religion oder Philosophie geprägt, was sich auch in den verschiedenen Stilen zeigte. Dem Taoismus war das Leise, Verinnerlichte wichtig, woraus sich Kampfarten entwickelten, die äußerlich gar nicht kämpferisch wirken. Der Kämpfer war Mittler zwischen Himmel und Erde und in der taoistischen Mystik wurde auf das ewige Leben hingearbeitet, womit sich schon sehr frühzeitig die traditionelle chinesische Medizin (TCM) entwickelte und die vielen gym- nastikartigen Kampfkunstformen, wie zB. Tai Chi Chuan und Pa Kua Chang (Baguazhang) entstanden. Hohen Bekanntheitsgrad erlangte die letzten Jahrzehnte Qi Gong, was genau genommen, die reduzierte Form einer weichen Kampfkunst ist.
Mit dem Buddhismus veränderten sich die Prioritäten und die Härte des Lebens wurde nach Außen getragen. Verzicht und die Beschränkung auf das Wesentliche wurden Maxime. Im Mittelpunkt stand das Leid, das durch hartes Training und endlose Meditation überwunden werden sollte. Die großen Meister waren einem Buddha-Ideal sehr nahe und verzichteten auf das Kämpfen oder kämpften ohne Kampfeswillen, da sie das Leid faktisch überwunden hatten. Zeitweise ließen sich harte Schulen von machtgierigen Beamten, lokalen Herrschern oder gar Kaisern für ihre Zwecke einspannen.
Später gab es auch muslimische Kämpfer, die gezwungenermaßen als Außenseiter lebten und die die verschiedenen Regimes attackierten.

Wushu war vor allem Sache der Soldaten. Schon an dem verwendeten Waffenarsenal, erkennt man die "militärische" Herkunft des Wushu. Erst relativ spät wurde  Kung Fu auch vom Militär übernommen, wobei die ver- schiedensten Stile, weiche und harte Formen eingeführt worden sind. Auffallend ist, dass in diesem Fall die kaiserlichen Garden bevorzugt wurden und diese somit als die eigentlichen Kulturträger des Wushu zu betrachten sind. Ebenso wurde Wushu von nicht wenigen Aristokraten ausgeübt und ist somit die Hochkultur der Kampfkünste.

In der Neuzeit, zwischen dem neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert, wurde aus Wushu eine eigene Kampfkunstschule, die vor und nach der Kulturrevolution von der Politik sehr gefördert wurde.
Mit dem  Einfluss von Akrobatik, entstanden auch spezielle Schulen für die chinesische Oper und den weltberühmten chinesischen Zirkus. Heute sind Wushu und die davon abgeleiteten Schulen elitäre Schmieden für "Körperkunst" und haben in China auch ihren Preis.
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  ©Adrian & Harald Schimetschek                         Relaunched/Aktualisiert: 16 02 2011