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Pakua der Kreis des Kämpfers by A&H Schimetschek
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The 100th fight
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Die allerwichtigsten Tipps zur Selbstverteidigung

Immer wieder werden die "wahren" Tipps und Tricks kolportiert, die dem unbedarften Laien wie auch dem Kampfsportler auf der Straße das Leben retten können. Das Leben da draußen ist gefährlich und du musst immer bereit sein den ultimativen Schlag zu setzen!
Da steht vielleicht, man muss nur selbstbewusst sein oder aggressiv, man muss als Erster zuschlagen und gleich auf den Kehlkopf.
Ratschläge für Frauen lauten auch immer gleich: Eins in die Hoden, Fingernägel in die Augen drücken oder gar das Ohr des Angreifers abbeißen.
So sehr diese Ratschläge auch stimmen mögen, haben sie zwei entscheidende Nachteile:
Wenn man die ersten Verteidi- gungsmaßnahmen nicht hinkriegt, dann ist man mit Sicherheit alle!
Wenn man es schafft, kann man nur hoffen, dass man den Angreifer nicht all zu schwer verletzt hat, denn das Recht ist nicht unbedingt immer gerecht.
Selbst wirklich seriöse Selbstver- teidigungstrainer oder Profi-Coaches lassen oft den rechtlichen Aspekt aus und dass man auch was falsch machen kann, wird kaum erwähnt.

Besonders unverantwortlich sind diverse Videos, die zeigen wie man sich verteidigt, wenn man eine Pistole vor die Nase gehalten bekommt.
Beißen zur Verteidigung mag vielleicht effektiv sein, jedoch keineswegs unbedenklich. Man denke an Aids oder Hepatitis! Aber auch der Bösewicht kann in ungünstigen Fällen daran sterben, was man vielleicht als himmlische Gerechtigkeit ansehen könnte, das Gericht mit Sicherheit aber anders sieht.
Das berühmte "eins in die Eier" ist kein Wundermittel gegen böse Männer und gegen böse Frauen (ja, die gibt es auch) schon gar nicht.
Vor allem muss man treffen und der Schlag oder Kick sollte kräftig ausfallen. Anatomische Unzuläng- lichkeiten des Angreifers oder aber auch dicke Bekleidung machen diese Maßnahme unwirksam. Ich denke da an lange Mäntel; selbst Skaterhosen, die den Schritt in Knöchelhöhe haben, dürften ein unüberwidbarer Schutz sein.
Der Kampfsportler wiederum, hat zwar gute Chancen den Angreifer zu besiegen, jedoch ist die "Straße" etwas vollkommen anderes als das Dojo.
Auch weiß man nicht ob der Kontrahent nicht auch Kampfsport ausübt oder ein "erfahrener" Straßenkämpfer ist. Da kann der Verteidiger leicht  ins Hintertreffen kommen.
Glücklicherweise sind gewaltsame Übergriffe auf normale Passanten in unseren Breiten noch! relativ selten und da geht es meist um unbewaffneten Raub.
In diesem Fall kann man sich meist schützen, in dem man eine "Opferbörse" mit hat. Ich nenne so eine zweite Brief- oder Geldtasche mit  20.- oder 50.- Euro, die man für solche Situationen opfert. Man kann, um die Sache echter aussehen zu lassen, eine Fake- oder Muster- kreditkarte und verschiedensten Pa- pierkram dazu stecken. Der Täter hat ja normaler weise nicht die Zeit alles genauestens zu durchsuchen.
Jugendliche können ein altes Handy opfern, wenn andere Jugendliche darauf scharf sind (Natürlich ohne SIM).

Das ist keine Anleitung sich jetzt ein Lager an Billighandys zu zulegen oder ein eigenes Sparbuch für etwaige Raubüberfälle! Es zeigt nur, dass es für manche Fälle schmerzlose Lösungen geben kann. Sollte man regelmäßig Opfer von Verbrechen werden, ist ohne hin eine genauere Betrachtung der Umstände ratsam.
Bei Gewaltverbrechen wie Verge- waltigung oder Entführung ist Gegenwehr mit allen Mitteln freilich anzuraten. Trotzdem sollten genannte Nachteile beachtet werden. Gerade in solchen Situationen ist  beherztes, selbstsicheres Verhalten ein sehr hilfreicher Schritt. Selbstredend muss man das erst erlernen. Wenn dies mit Selbstverteidigung einhergeht um so besser. Es zeigt sich immer wieder, das selbstsicheres Auftreten die meisten Verbrecher unsicher macht. Aber eben nur die meisten und nicht alle und diese Unsicherheit muss man auch zu seinem Vorteil nützen, da der Verbrecher in unkontrollierte Panik geraten kann. Eine wirkliche Ge- heimwaffe ist das "Weglaufen". Wann immer sich die Gelegenheit ergibt, sollte man davon laufen, aber "professionell". Ein kurzer Spurt und dann gleichmäßiges weiterlaufen ist meist wirklich die beste Alternative. Denn auf eine sportliche Heraus- forderung, wie dem Dauerlauf, lassen sich wohl die wenigsten ein.

Auf die Gefahr hin als moralisierender "Lehrmeister" zu gelten, möchte ich auf die Gefahrensvermeidung hin- weisen. Ein krasses Beispiel sind Touristen die goldbehangen durch Elendsviertel der dritten Welt schlendern. Dies ist nicht nur an der Grenze des Zynismus sondern auch höchst unverantwortlich. Genauso ist es unverständlich, dass Frauen alleine durch die finstersten Straßen und Parks laufen. Burschen präsentieren offen die teuersten Handys in den ungünstigsten Situationen und den verufensten Vierteln. Andere wieder führen eine große Lippe, wo sie besser die Klappe halten sollten.
Instinkt für die Situation ist gefragt und gesunde Selbsteinschätzung.
Auf alle Fälle sollte man, auch wenn man cool ist oder gar der Beste, an mögliche Konsequenzen denken.

Also jetzt ran an den Kampfsport oder die "kleine Selbstverteidigung", denn "mit ist man immer besser als ohne"... und unbedingt laufen lernen!

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Kampfkunst aus der Sicht des Kämpfers

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Kampfkunst: Die Anfänge

Martial arts-Kickboxing by A&H Schimetschek
Kampfkunst und Kampfsport wird nicht ver- ständlicher, wenn man allen Spekulationen und Theorien über deren Wurzeln folgt oder die chinesische Mythologie zur Klärung herhalten muss. Die Theorie, dass die Kampfkunst aus einem einzigen Ursprung, wie dem klassisch-griechischen  Pankration entstanden sein soll, ist zwar möglich aber unwahrscheinlich. Diese Annahme kommt vor Allem daher, dass die Chinesen die Einführung des Shaolin-Kung Fu dem Inder Bodhidharma zuschreiben, dessen Techniken auf die einst in Indien eingefallenen Griechen zurück zu führen sein könnten. Weitaus ältere, bildliche Zeugnisse aus Mesopotamien untermauern die Annahme, dass "Kampfsport" vielleicht besser Kriegskunst, bei den meisten Völkern ausgeübt wurde.
Schriftlich belegt ist nur, dass ca. 600 n. Ch. die Shaolin-Kampfmönche im chinesischen Reich schon sehr bekannt und auch berüchtigt waren. Viele lokale Machthaber, sogar Kaiser selbst, suchten mehrmals die Unterstützung der Shaolin Kämpfer. Mitte des 13. Jahrhunderts erreichten sie ihre Hochblüte und ab da tauchten in Korea und Japan die ersten "eigenständigen" Kampfkunstarten in der Öffentlichkeit auf.

Schon damals war das so genannte Kung Fu sportliche Ertüchtigung, wie es auch praktisch im Nahkampf eingesetzt wurde. Ab dem 14. Jahrhundert entstanden verschiedene Schulen und Richtungen mit mehr oder weniger mystisch-religiösem Grundgerüst. Gleichzeitig breiteten sich die Kampf- künste in ganz Ostasien aus und vermischten sich möglicherweise mit nativen Kampftechniken. Viele weise Männer aus Japan, Korea und anderen Reichen Asiens, kamen nach China um Philosophie und Religion zu studieren und kamen als Kämpfer zurück in ihre Heimat.
Aber erst zwischen 1500 und 1600 durfte die Allgemeinheit die verschiedenen Formen erlernen.

Wushu, die eigentliche chinesische Bezeichnung für Kampf- und Kriegskunst bestand wahrscheinlich schon vor Christi Geburt, wo der Krieg teilweise "technisiert" wurde und der Taktik hohe Bedeutung zukam.
Später kamen eben die verschiedenen Kung Fu Derivate dazu und zuletzt auch noch Akrobatik.
Die heute bekannten und praktizierten Kampkunsttechniken, die aus Asien stammen, haben mit Sicherheit, wenn schon nicht den Ursprung, so doch eine unverkennbare Verwandtschaft zur chinesischen Urform.
In jedem Fall meinen wir Abkömmlinge des Wushu im weitesten Sinn, wenn wir von Kampfkünsten sprechen.

Kampfsport und Kampfkunst (engl.: Martial combat/Martial arts) sind nicht eindeutig zu trennen, vielmehr gehen sie ineinander über. Während im angelsächsischen Raum kaum bis gar nicht unterschieden wird, sehen wir doch etwas differenzierter. Das Englische versteht in diesem Fall "Arts" mehr als Technik, wir dagegen begreifen Arts, also Kunst, selbst im Kampf als etwas hoch Stilistisches.
Der Kunst ist die äußere Form sehr wichtig und möchte einem dahinter liegendem Sinn Ausdruck verleihen. Ebenso gab es schon in den Anfängen der Kampfkünste, reine gesunderhaltende Formen, die man vielleicht als Kampfgymnastik bezeichnen hätte können, wie auch der Wettstreit, also Kampfsport, hohes Ansehen genoss. Der eigentliche Kampfsport, wie wir ihn heute kennen, ist eher eine westliche Prägung und steht dem klassisch-olympischen Geist näher als dem vielschichtigen Kontext, in dem sich die asiatischen Ausprägungen bewegen. Die chinesische Kampfkunst war in einem komplizierten Systemgeflecht integriert, das die traditionelle Medizin (TCM) ebenso einschloss, wie eine hochspekulative Philosophie. Jedoch verwestlichen bereits viele der Kampfkünste - selbst in Asien - und haben nur noch wenig mit den Originalen gemein. Der bekannte Kampfsportler und Filmschauspieler Bruce Lee, forderte eine Kampfkunst ohne Ideologie, Philosophie oder gar Politik.
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Kampfsport: Die Situation in Österreich

Trotz aller Unkenrufe und Klagen, besteht in Österreich eine durchaus zufrieden stellende Situation in Sachen Kampfkunst und Kampfsport. Schon Anfang Neunzehnhundert, als die so genannte körperliche Ertüchtigung modern wurde, gab es österreichische Judo- bzw. Jiu Jitsu-Berühmtheiten. Judo, der wahrscheinlich berühmteste Kampfsport, verbreitete sich nämlich über Deutschland in die Welt. Nach dem zweiten Weltkrieg trennte sich Jiu Jitsu von Judo völlig und wurde als eigenständiger Kampfkunststil auch hier zu Lande sehr populär und seit den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, ist nicht nur ein stetiger Anstieg der auszuübenden Kampfsportarten zu verzeichnen, sondern auch das allgemeine Interesse wird kontinuierlich größer. Außer den weichen oder auch inneren Kampfkunst-Formen, wie Judo und Jiu Jitsu, etablierten sich auch Karate, Kung Fu, TaekwondoKickboxen und viele andere Schulen und Stile. Sogar in dörflicher Umgebung konnten viele Kampfsport Vereine fuß fassen. In den letzten Jahren kamen einige unbekannte obwohl schon alte Kampfkünste nach Österreich, wie beispielsweise Wing Tsun.
Sogar eigene Stile stammen aus Österreich bzw. von Österreichern, wobei Shinergy weltbekannt ist.

Wie bei vielen Problemen in Österreich, liegt es oft am mangelnden Geld. Der Kampfsport teilt sein Leid mit vielen anderen Sportarten, die nicht bekannt werden, weil dafür finanzielle Mittel fehlen.

An Enthusiasmus und Einsatzwillen der Kampfsportfreunde mangelt es sicher nicht, vielmehr besteht in Österreich noch immer das Problem der strikten Trennung von Amateur- und Profisport. Sport als Liebhaberei hat seine Grenzen, denn wenn man Spitzenleistungen vollbringen möchte braucht es höheren Einsatz, der auch größere Geldmittel erfordert. Somit ist ein gewisses Maß an öffentlicher Förderung notwendig, da die wenigsten Jungsportler genügend Eigenmittel haben. Privates Sponsoring stellt sich naturgemäß erst dann ein, wenn ein viel versprechendes Niveau bereits erreicht wurde.

Es braucht auch gute Manager, die die richtigen Personen begeistern können, um den Kampfsport aus dem Schattendasein heraus treten zu lassen. Leider scheitert der österreichische Sport zeitweise auch an Unprofessionalität und am unbändigen Überlebenswillen der Bürokratie.

Nicht alles wird vom Skisport und Fußball erdrückt. Kleine Hoffnungs- schimmer wie beim Judo sind immer wieder zu erkennen.
Schließlich hat es Boxen auch bis in die höchsten Kreise geschafft.
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Kampfsport in Europa: Geburtsstätte des Sports

Seeleute und Abenteurer brachten schon recht früh Kampfkünste nach Europa und später nach Amerika. Sicherlich hat schon Marco Polo von diesen Kampfarten gehört. Aber auch die europäische Schwertkunst, griechisch-römisches Ringen und andere Kampftechniken haben sich weiterentwickelt und höchst interessante Variationen hervorgebracht. Im Mittelalter waren, die heute als Historische Schwertkünste bekannten Kampfarten, verbreitet. Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert sind besonders viele europäische Kampfkünste entstanden, wobei wie auch in Asien, "aristokratische und großbürgerliche" Schwert-, Degen-, und Sebeltechniken aufkamen, während Bauern und Hirten nur mit Stöcken oder waffenlos sich zu wehren lernten. Schließlich vermischten sich die neu eingeführten Kampfkünste aus Asien mit den europäischen Formen ohne näheren Kontakt mit Asiaten. In Amerika entwickelten sich die Kampfkünste erst mit der Immigration von Chinesen.

Die Engländer hatten bald die "Versportlichung" des Kämpfens entdeckt, da sich damit Wettleidenschaft verbinden lässt; ein gutes Beispiel dafür ist das westlich-klassische Boxen. Die USA wiederum, war einzigartig in der Vermarktung von Sport.

Abschließend kann durchaus behauptet werden, dass Europa es nicht nur verstand die asiatischen Kampfkünste zu übernehmen und daraus Sportarten zu entwickeln, sondern Europa ist auch Geburtsstätte vieler interessanter Kampfkünste.

de.wikipedia.org/wiki/Historische_Kampfk%C3%BCnste_Europas

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Kampfsport: Die Zukunft

Laien, sowie manche Sportfachleute befürchten eine Verrohung des Kampfsports und den Verlust von "Fair play".
Möglicherweise besteht allgemein eine höhere Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft, die auf Sport abfärbt, wenn man aber die Situation tiefer betrachtet, hat sich seit der Menschwerdung wohl kaum etwas geändert. Schließlich haben schon die alten Chinesen und Japaner ein striktes Regelwerk für die verschiedenen Kampfkünste ersonnen, um den "männlich-menschlichen" Zerstörungsdrang vernünftig zu kanalisieren.

Wenn sich in letzter Zeit diverse Vollkontaktarten etabliert haben, mag das auch ein Spiegelbild der Gesellschaft sein, trotzdem sprechen diese nur eine Minderheit an. Auch Kampfsport mit Vollkontakt ist nicht apriori böse.

Das sich Messen im Kampf ist archaisch und in allen Kulturen verankert und ebenso gab es schon immer Regeln für Scheinkämpfe, Schaukämpfe und für Kampfsport. Somit werden sich weiterhin Kampfsportarten und verschie- dene Techniken entwickeln. Einige werden bald wieder verschwunden sein, andere mögen durchaus etwas Popularität gewinnen.

Kampfkünste werden jedoch weiterhin - nicht nur in Österreich - eine exotische Nische bleiben, und vielleicht ist das gut so.
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!Wir bekennen uns ausdrücklich zu Gewaltlosigkeit!
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   ©Adrian & Harald Schimetschek                        Relaunched/Aktualisiert: 16 02 2011